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 Stand: September 2008   

Bauanleitung für einen "Producing-PC"



Der Artikel bedarf noch einer Überarbeitung, was Layout und Wortwahl betrifft. Außerdem bin ich noch nicht zum Korrekturlesen zwecks Rechtschreibfehlern u.ä. gekommen. Der Inhalt sollte aber inzwischen vollständig sein! Wer Fehler entdeckt, melde sich bitte bei mir! Danke!

Da es sehr schwer ist, auf dem Computer-Markt Komplett-PCs zu finden, die sich optimal für's Audio-Producing eigenen, habe ich 2005 begonnen, mir meine PCs selbst zusammen zu schrauben.
Inzwischen gibt es aber einige PC-Hersteller, die sich auf Audio-PCs speziallisiert haben. Diese sind allerdings oft sehr teuer und erlauben keine so flexible Konfiguration, wie wenn man sein Goldstück selbst plant und baut. Und keine Angst! So schwer ist das auch nicht! (Ich habe im Rahmen eines entsprechenden Workshops schon 13-15 jährige einen PC bauen lassen...)

In den letzten Jahren habe ich sowohl für mich, als auch schon für Freunde, Bekannte und Verwandte den einen oder anderen PC selbst gebaut und möchte nun hiermit eine Starthilfe zum PC-Bau liefern und sie mit möglichst aktuellen Informationen und Konfigurationen versorgen.
Leider veralten gerade in der Computer-Branche technische Daten oder gar Produktempfehlungen sehr schnell, weshalb ich mich in diesem Bereich sehr zurückhalten werde. Ich stehe aber für Anfragen per Email (s. Kontakt) jederzeit gerne zur Verfügung! 

In der folgenden Beschreibung gehe ich vom typischen Home-Studio aus: Der Computer steht erstens mit im Aufnahmeraum und befindet sich zweitens bei der Nachbearbeitung des aufgenommenen Audiomaterials im unmittelbaren Umfeld. Ein wesentliches Ziel ist also der Bau eines möglichst leisen und dennoch leistungsstarken PCs.

WICHTIG: Diese Anleitung ersetzt nicht das Studium der Bedienungsanleitung des Mainboards und anderer Komponenten! Außerdem übernehme ich keinerlei Verantwortung für etwaige Sach- und Personenschäden!

Dann wollen wie mal...


Inhalt
I. Auswahl der Komponenten

II. Konkrete Marken/Artikel-Empfehlungen
III. Bauanleitung
IV. Auf Fehlersuche...
V. Windows XP optimal einrichten


I. Auswahl der Komponenten



Bei der Auswahl der Komponenten gibt es eine Menge zu  beachten! Meines Erachtens handelt es sich hierbei um den mit Abstand schwierigsten Teil des PC-Baus. Sind die Komponenten erst einmal ausgewählt, ist der PC so gut wie gebaut!
Eines vorweg: Auch wenn man sich ziemlich sicher ist, dass die ausgewählten Komponenten für den Computer "Marke Eigenbau" zusammenpassen, empfiehlt es sich einen Fachhändler zu Rate zu ziehen.
Eine Alternativ-Möglichkeit besteht darin sich in diversen Internet-Foren zu erkundigen...


Informationen zu den einzelnen Komponenten die ein PC braucht:



II. Konkrete Marken/Artikel-Empfehlungen


...die gibt es in der Rubrik "Testberichte/Produkempfehlungen"



III. Bauanleitung



Wichtig: Vor dem anfassen von Hardware (z.B. Mainboard, Grafikkarte, ...) sollte man sich unbedingt erden um Defekte an den Geräten vorzubeugen! Das kann entweder durch ein entsprechendes Erdungsarmband, dass normalerweise in jedem Computer- oder Elektrofachhandel zu erwerben ist oder durch regelmäßiges "an die Heizung fassen" erreichen.

Als erstes sollte nun das ausgewählte Computergehäuse vorbereitet werden. Das Gehäuse lässt sich normalerweise durch das Herausdrehen zweier Schrauben auf der Gehäuserückseite öffnen. Danach kann durch kräftiges Drücken von Außen die Mainboard-Blende auf der Rückseite entfernet werden. (Aber Vorsicht: Falls beim Mainboard selbst keine solche Blende mitgeliefert wurde, sollte festgestellt werden, ob sich die des Gehäuses nicht doch verwenden lässt!)
Wer ein bereits gedämmtes Gehäuse mit eingebautem Netzteil und Lüftern gekauft hat, hat es nun leicht. Wer nicht, muss selbst Hand anlegen. Beginnen wir mit der Dämmung des Gehäuses. Zu manchen Gehäusen gibt es bereits fertig zugeschnittene Dämm-Kits. Falls nicht müssen die Dämmplatten in der richtigen Größe zugeschnitten und eingeklebt werden. Falls die Platten nicht selbstklebend sind, gibt es hierfür Spezialkleber. Zu beachten ist, dass nachdem die Dämmplatten eingebaut sind noch an allen Stellen genügend Platz ist, um weitere Hardware (z.B. Netzteil, Mainboard, Laufwerke) einzubauen. Außerdem sollten möglichst keine Lüftungsschlitze u.ä. zugeklebt werden.
Nach der Dämmung würde ich als nächsten Schritt das Gehäuse zum Einbau von Laufwerken vorbereiten. Falls 3,5" Festplattenschächte ausgebaut werden sollen um größere Einbauvorichtungen zum Entkoppeln der Festplatten zu installieren, ist jetzt der geeignete Moment dafür gekommen. Danach sollten die Frontblenden vor den Schächten in denen später "externe" Laufwerke (DVD-Laufwerke, Floppy, Cardreader) entfertnt werden.
Jetzt ist das Netzteil an der Reihe. Um es vom Gehäuse zu entkoppeln, können spezielle elastische Kunststoffränder zwischen Netzteil und Gehäuse platziert werden. Das Netzteil wird danach mit i.d.R vier Schrauben von der Gehäuse-Rückseite aus angeschraubt. Alle Schrauben sollten fest sitzen, damit später keine Vibration möglich ist. Wichtig: Das Netzteil sollte niemals aufgeschraubt werden! Hier besteht Lebensgefahr und die Garantie erlischt! Das Netzeil muss außerdem während der Computerbau-Phase unbedingt vom Stromnetz getrennt sein!
Als nächster Schritt müssen die Gehäuselüfter eingebaut werden. Sie können entweder direkt an die vorgesehenen Plätze geschraubt werden, oder aber durch ensprechende Gummihalterungen entkoppelt gelagert werden. Bei den Lüftern muss die Windrichtung beachtet werden (ist normalerweise durch einen Pfeil gekennzeichnet und sonst durch einfaches Pustern herauszubekommen). Sinnvoll ist es die Lüfter an der Front in das Gehäuse hinein blasen zu lassen und auf der Rückseite hinaus.
Als letzten Schritt am Gehäuse selbst müssen nun die Abstandshalter zu Installation (falls nicht schon vorhanden) eingeschraubt werden. Normalerweise befinden sie sich im Lieferumfang entweder des Gehäuses oder aber des Mainboards. Sie sind einfach in die dafür vorgesehenen Bohrungen an der Gehäusewand zu schrauben.

Ist das Gehäuse soweit vorbereitet kommen wir zum Mainboard. Das Mainbord sollte schon vor dem Einbau in das Gehäuse so weit wie möglich bestückt werden. (Eines vorweg: Bitte niemals das Mainboard direkt ohne Schaumstoffunterlage o.ä. auf den Tisch legen!) Als erstes können z.B. die Speichermodule in die entsprechenden Slots gesteckt werden. Hier kann man nicht viel falsch machen: Die Verriegelungen auf beiden Seiten der Slots sind nach außen zu klappen und die RAM-Module einzustecken. Es ist nicht möglich sie falschherum einzubauen. Sind die Module eingesteckt, können die Solts wieder verriegelt werden. Welche der Solts der Reihe nach belegt werden sollten, bzw. den Dual-Channel-Modus unterstützen ist dem Mainboard-Handbuch zu entnehmen.
Als nächstet muss die CPU vorbereitet werden. Sie ist hauchdünn mit Wärmeleitpaste zu überziehen. Bei der Wahl der Wärmeleitpaste sollte nicht gespart werden, denn sie schützt die CPU vor dem Hitzetod. Zum Auftragen der Wärmeleitpaste kann z.B. eine alte Telefonkarte oder etwas ähnliches sehr nützlich sein. Die Paste muss an allen Stellen der Prozessor-Oberseite gleichmäßig und bis an den Rand aufgetragen sein. Danach kann die CPU auf das Mainboard gesetzt und der CPU-Lüfter daruber befestig werden. Wie genau ist den entsprechenden Handbüchern zu entnehmen. Wichtig ist aber, dass zwischen CPU und Kühlkörper kein Luftspalt ist.
Ist alles soweit eingebaut kann das Mainboard auf die bereits in das Gehäuse montierten Abstandshalter geschraubt werden. Es ist zu beachten, dass die PCI und PCIe-Slots so liegen, dass sie in Richtung der Gehäuse-Rückseite schauen.

Wenn das Mainbord eingebaut ist müssen die verschiedenen Laufwerke in die dafür vorgesehenen Einschübe geschraubt werden. Falls Festplatten in einem entsprechenden Einbaurahmen zur frei schwingenden Lagerung eingebaut werden sollen, passen sie danach natürlich nicht mehr in einen 3,4" Schacht, sondern müssen in einen 5,5"-Schacht gebaut werden!

Jetzt können noch die Steckkarten (Grafikkarte, Audio-Interface, ...) auf das Mainboard gesteckt und an der Rückseite des Gehäuses angeschraubt werden und der PC ist beinahe fertig! (Achtung: Um PCIe-Karten wieder vom Mainboard zu entfernen, müssen sie erst entriegelt werden!)
Wenn alle zusätlzlichen Erweiterungskarten (Cardreader, weitere USB-Steckplätze, ...) eingebaut sind, geht es an die Verkabelung.

Alle Laufwerke, sowie das Mainboard und gegebenenfalls die Gehäuselüfter müssen mit den entsprechenden Steckern verbunden werden. Genauere Informationen hierzu sind wieder den Handbüchern von Mainboard und Netzteil zu entnehmen.
Danach sind alle Geräte mit den Mainboard zu verbinden: Die verschiedenen Laufwerke entweder über IDE oder S-ATA (letzteres ist vorzuziehen!). Falls als Schnittstelle IDE gewählt wurde ist das richtige Setzen der sog. Jumper wichtig. Dazu bitte auch in den Bedienungsanleitungen der Geräte nachlesen. Erweiterungskarten wie der Cardreader werden normalerweise mit dem internen Multipin USB-Anschluss auf dem Mainboard verbunden. Hier ist Vorsicht geboten! Der Stecker lässt sich nämlich auch falsch herum aufstecken - ist das passiert, wird das angeschlossene Gerät zerstört! Hier bitte gründlich den Anweisungen im Mainboard-Hanbuch folgen!
Als letztes müssen noch die Lüfter (falls nicht teilweise schon direkt mit dem Netzteil verbunden) mit dem Mainboard verbunden werden. Hierzu gibt es für die einzelnen Lüfter (z.B. CPU-FAN) Steckplätze auf dem Mainboard. Wo genau die sind, ist wieder der Bedienungsanleitung zu entnehmen

So, jetzt nur noch den Computer schließen, das Netzteil mit der Steckdose verbinden Monitor, Maus und Tasatur anschließen und den Einschaltknopf drücken. Wenn alles funktioniert hat springen jetzt die Lüfter an und am Bildschirm tut sich was. Da natürlich noch kein Betriebssystem installiert ist wird kurz nach dem Start eine Fehlermeldung kommen, dass keine Bootpartion gedunden werden konnte, o.ä. Jetzt bitte die Windows- oder Linux-CD einlegen und Strg + Alt + Entf auf der Tastatur drücken und den kommenden Installationsanweisungen folgen.

Ist ein Betriebssystem installiert sollte der PC unbedingt auf Herz und Nieren geprüft werden. Sehr gute Dienste leistet hier das kostenlose Tool "SiSoft Sandra Lite" mit dem z.B. die Temperatur der einzelnen Komponenten geprüft werden kann. Außerdem sollte der Computer einem Ausführlichen Belastungstest, der ruhig ein paar Stunden dauern darf, unterzogen werden. (Ich persönlich lasse meine PCs immer einen ganzen Tag unter Vollast laufen und kontrolliere dabei die Themperatur). Sehr gut hierfür ist der "Burn in" Test von Sandra. Wie heiß die einzelnen Komponenten (v.a. Mainboard, CPU und das Gehäuse allgemein) dabei werden dürfen ist am besten bei den Herstellern zu erfragen bzw. im Internet ausfindig zu machen. Ganz grobe Richtwerte für die ich weder Gewähr gebe noch Aktuallität garantiere sind ca. 50-80°C für die CPU etwas darunter für die Gehäuse-Temperatur. Ist das System zu heiß muss an der Kühlung nachgebessert werden! Ist v.a. die CPU-Temperatur zu hoch, ist wahrscheinlich die Wärmeleitpaste nicht sauber aufgetragen, oder der CPU-Kühler sitzt nicht richtig. In diesem Fall den PC bitte sofort wieder herunterfahren und nachbessern! Aber vorher nicht vergessen den Computer wieder vom Strom zu trennen!


IV. Auf Fehlersuche...



Hat nicht alles so geklappt, wie es sollte, ist auf Fehlersuche zu gehen. Hier ein paar Anregungen:


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