Stand: September 2008
Bauanleitung für einen "Producing-PC"
Der
Artikel bedarf noch einer Überarbeitung, was Layout und Wortwahl betrifft.
Außerdem bin ich noch nicht zum Korrekturlesen zwecks Rechtschreibfehlern u.ä.
gekommen. Der Inhalt sollte aber inzwischen vollständig sein!
Wer Fehler entdeckt, melde sich bitte bei mir! Danke!
Da es sehr schwer ist, auf dem Computer-Markt Komplett-PCs zu finden,
die sich optimal für's Audio-Producing eigenen, habe
ich 2005 begonnen, mir meine PCs selbst zusammen zu schrauben.
Inzwischen gibt es aber einige PC-Hersteller, die sich auf
Audio-PCs speziallisiert haben. Diese sind allerdings oft sehr teuer
und erlauben keine so flexible Konfiguration, wie wenn man sein
Goldstück selbst plant
und baut. Und keine Angst! So schwer ist das auch nicht! (Ich habe
im Rahmen
eines entsprechenden Workshops schon 13-15 jährige einen PC bauen
lassen...)
In den letzten Jahren habe ich sowohl für mich, als auch schon
für Freunde, Bekannte und Verwandte den einen oder anderen PC
selbst gebaut und möchte nun hiermit eine Starthilfe zum
PC-Bau liefern und sie mit möglichst aktuellen
Informationen und Konfigurationen versorgen.
Leider veralten gerade in der Computer-Branche technische Daten oder
gar Produktempfehlungen sehr schnell, weshalb ich mich in diesem
Bereich sehr zurückhalten werde. Ich stehe aber für Anfragen
per Email (s. Kontakt) jederzeit gerne zur Verfügung!
In der folgenden Beschreibung gehe ich vom typischen Home-Studio aus: Der Computer steht
erstens mit im Aufnahmeraum und befindet sich zweitens bei der
Nachbearbeitung des aufgenommenen Audiomaterials im unmittelbaren
Umfeld. Ein wesentliches Ziel ist also der Bau eines möglichst leisen und dennoch leistungsstarken PCs.
WICHTIG: Diese Anleitung ersetzt nicht das Studium der
Bedienungsanleitung des Mainboards und anderer Komponenten!
Außerdem übernehme ich keinerlei Verantwortung für
etwaige Sach- und Personenschäden!
Dann wollen wie mal...
Inhalt
I. Auswahl der Komponenten
II. Konkrete Marken/Artikel-Empfehlungen
III. Bauanleitung
IV. Auf Fehlersuche...
V. Windows XP optimal einrichten
I. Auswahl der Komponenten
Bei der Auswahl der Komponenten gibt es eine Menge zu beachten!
Meines Erachtens handelt es sich hierbei um den mit Abstand
schwierigsten Teil des PC-Baus. Sind die Komponenten erst einmal
ausgewählt, ist der PC so gut wie gebaut!
Eines vorweg: Auch wenn man sich ziemlich sicher ist, dass die
ausgewählten Komponenten für den Computer "Marke Eigenbau"
zusammenpassen, empfiehlt es sich einen Fachhändler zu Rate zu
ziehen.
Eine Alternativ-Möglichkeit besteht darin sich in diversen Internet-Foren zu erkundigen...
Informationen zu den einzelnen Komponenten die ein PC braucht:
- Das Gehäuse
- An erster Stelle sollte die Größe des Gehäuses
beachtet werden. Es gibt hier neben den eher unwesentlichen Zentimeter-Angaben
zwei wesentliche Angaben zum Gehäuse:
- Die Gehäusebauart: Die
Standard-Gehäusebauart ist ATX. Sie beschreibt nicht alleine die
Größe des Gehäuses, sondern in erster Linie, ob die
einzelnen Bauteile des PCs (wie z.B. Mainboard und Netzteil) in das Gehäuse passen.
- Die Gehäuseform: Neben der Gehäusebauart
beschreibt die Form (Big, Midi, Mini, Dektop, ...) hauptsächlich
die tatsächliche Größe des Gehäuses. Sinnvoll
für einen
Producing-PC sind die Formenen "Big" (Servergehäuse) und "Midi"
(Standardgehäuse). "Mini" beschreibt - wer hätte das gedacht
- ein besonders kleinens, für Musikproduktion normalerweise zu
kleines
Gehäuse und Desktop ein i.d.R. liegendes Gehäuse, das meist
nur die halbe ATX-Bauhöhe hat und ebenfalls zu klein ist. Bei
Desktop-Gehäusen mit halber Bauhöhe ist auch zu beachten,
dass die PCI-Karten ebenfalls nur in halber Höhe unterstüzt
werden. Das nennt sich dann "Low Profile"...
- Neben der Größe (mit der man sich
ausführlich beschäftigen sollte) ist auch entscheidend, wie
viele und vor allem welche Einbaumöglichkeiten für
Gehäuselüfter vorhanden sind. Prinzipiell sind 2-3
Einbaumöglichkeiten sinnvoll. Sie sollten sich 1x in der Front, 1x
an der Rückseite und optional der dritte Lüfter an der
Seitenwand oder ebenfalls hinten im Gehäuse befinden. (Bei den
teureren Gehäusen findet man auch hin und wieder die
Möglichkeit, den Lüfter am Boden zu befestigen - auch das ist
nicht dumm!)
Außerdem sollten Lüfter mit mindestens folgenden Maßen
einbaubar sein: 120x120x25mm (Ideal für meinen Geheimtipp sind
genau diese Maße! Doch dazu später mehr...)
- Dämmung und andere bereits eingebaute Schalldämmungsmaßnahmen
- Eine Gehäusedämmung muss nicht
unbedingt
bereits eingebaut sein, aber das Gehäuse sollte sich
für nachträgliches Dämmen eignen! Wer sein
Gehäuse selbst dämmen möchte, kann aber alleine
dafür nochmal gut und gerne € 50,- zusätzlich
einkalkulieren! Beim
Dämmmaterial sollte man nicht
irgend etwas nehmen, sondern am besten Dämmmaterial mit guten
Testergebnissen (zu Testergebnissen später mehr).
- Weitere Geräusch-reduzierende Maßnahmen in einem Gehäuse sind noch sinnvoll:
- Bereits eingebaute Festplattenentkopplung
(nachträgliches Einbauen kann bei mehreren Festplatten recht teuer
werden und benötigt unnötig viele 5,25" Einbauschächte,
hat aber allerdings den Vorteil, dass es meist Effektiver ist!)
- Bereits eingebaute Gehäuselüfterentkopplung (lässt sich auch günstig und stressfrei nachrüsten)
- Gummifüße (lassen sich auch günstig nachrüsten)
- Bereits eingebaute Netzteilentkopplung (auch diese lässt sich kostengünstig nachrüsten).
- Hier noch eine Art Checkliste:
- Ist das Gehäuse solide oder klapprig?
- Hat das Gehäuse genügend 3,5" / 5,25" Schächte (sowohl intern als auch extern?)
- Hat das Gehäuse bereits Fontanschlüsse (USB/Firewire/...)?
- In vielen Gehäusen ist bereits ein Netzteil eingebaut.
Ich habe mich für den nachträglichen Einbau des Netzteils
entschieden. Dann habe ich sowohl bei der Auswahl des Gehäuses,
als auch bei der Auswahl des Netzteils die absolute Freiheit! Eine
gutes Gehäuse/Netzteil-Set ist natürlich auch in Ordnung!
- Auf was sollte beim Netzteil-Kauf geachtet werden?
- Natürlich ist auch hier auf die Bauart (ATX) achten!
- Das Netzteil sollte einen mindestens
120mm Lüfter, der sich auf der Unterseite des Netzteils
befindet,
besitzen. Dieser sollte außerdem eine themperaturabhängige,
automatische Lüfterregelung (im Netzteil integriert) haben.
Wichtig: Falls das nicht der Fall sein sollte: Bitte nicht auf die Idee
kommen so etwas nachrüsten zu wollen! Das ist lebensgefährlich!!!
Außerdem erlöschen sowohl Garantie als auch Versicherungsschutz!
- 400W sollten normalerweise auch für
aktuelle Quadcore-Systeme noch genügen, sofern keine
leistungsfressenden Gaming-Grafikkarten eingebaut werden sollen
(Mindestanforderungen Mainboard beachten!). Wem ein Dualcore-Prozessor
genügt, der ist auch noch mit 350 Watt gut bedient. Wer sich
allerdings ein
High-End-System zusammenstöpselt und auf nummer Sicher gehen will
kann auch zu 500W oder mehr greifen. Man sollte sich aber dessen
bewusst sein, dass die Effizienz normalerweise mit steigender Leistung
abnimmt!
- Unbedingt zu beachten ist außerdem, dass
das Netzteil genügend/die richtigen Stromanschlüsse für
das geplante System bietet?
- Kommen wir zum Mainboard
- Das Mainboard ist eines der wichtigsten Bestandteile
eines PCs und sollte deshalb sorgfältig ausgewählt werden. Es
verbindet die einzelnen Bestandteile miteinander und ist für die
Koordination verantwortlich.
- Das Board sollte in jedem Fall komplett passiv
gekühlt sein. Ein lärmender Chipsatzlüfter wäre der
Tod eines jeden Silent-PCs! Außerdem sollte für den
Prozessor-Lüfter (und am besten noch für diverse
Gehäuselüfter) eine automatische Lüfterregelung
vorhanden sein.
- Das Mainboard sollte im Moment noch
möglichst viele PCI-Slots
haben, damit nachträglich neben dem Audio-Interface
diverse DSP-Karten (s. unten),bzw. evtl. eine PCI-Grafikkarte und noch
andere Erweiterungskarten aufgesteckt werden. Sowohl PCI-Express als
auch Firewire-Bus gewinnen aber in letzter Zeit immer mehr an
Bedeutung: Für beide Busse gibt es bereits professionelle und
semiprofessionelle Interfaces, sowie DSP-Cards. Allerdings liegt der
Preis im Moment meist noch deutlich über einem entsprechenden
PCI-Interface. Mit steigender Rechenleistung der PCs verlieren
außerdem DSP-Karten an Bedeutung.
- Inzwischen gibt es kaum noch AGP-Grafikkarten.
Falls aus irgendeinem Grund trotzdem ein AGP-Modell eingebaut werden,
ist darauf zu achten, dass das Mainboard den Anschluss
unterstützt? Auch nicht uninteressant für einen Audio-PC ist
ein onboard Grafik-Chip. Sind aber mehr als ein Bildschirm geplant muss
sowieso eine eigene Grafikkarte angeschafft werden.
- Das Board sollte vier RAM-Slots haben, welche den Dual-Channel-Modus unterstützen.
- Es ist darauf zu achten, dass das Motherboard
genügend Anschlüsse und Steckplätze für alle
gewünschte Hardware bietet (S-ATA, IDE=PATA, Floppy, USB,
Firewire, Firewire 800, ...)
- Die übrigen Angaben sind für einen PC, der
ausschließlich zur Musikproduktion verwendet wir erst mal
zweitrangig. Trotzdem sollte man sich über folgende Punkte
Gedanken machen:
- Lan-Geschwindigkeit
- USB-Anschlüsse (Anzahl, Geschwindigkeit --> USB 2.0 ist hier Pflicht!)
- Firewire 400/800 - Anschlüsse (könnten beim Einsatz eines Firewire-Audio-Interfaces an Bedeutung gewinnen!)
- Der Prozessor
- Der Prozessor,oder auch die CPU, ist das
Kernstück
eines jeden PCs. Er erledigt die meisten Rechenaufgaben. Da hier die
Entwicklung sehr zügig voran geht, nenne ich hier keinerlei
Zahlen und andere Daten. Für aktuelle Empfehlungen setzt man sich
am besten mit entsprechenden Fachzeitschriften, bzw. Onlinemagazinen
(z.B. www.computerbase.de oder www. planet3dnow.de) auseinander.
- An erster Stelle sollte darauf geachtet werden, dass der
Prozessor auf das Mainboard passt. Das erkennt man am so genannten
"Sockel", der bei CPU und Mainboard übereinstimmen muss (z.B.
Sockel 939, Sockel AM2 - AMD; Sockel 775 - Intel).
- Die Zeiten, als nur die Taktfrequenz (GHz) eines
Prozessors zählten sind lange vorbei. Man sollte z.B. auf die
Anzahl
der Kerne, die Größe des Caches und den FSB-, bzw. HT-Takt achten.
- Interessant
für einen möglichst leisen PC
könnten Prozessoren sein, die besonders wenig Strom benötigen, da diese deutlich effizienter arbeiten
und damit weniger Abwärme produzieren. Man sollte aber mit
einkalkulieren, dass solche CPUs i.d.R. etwas langamer sind und mehr kosten, als ihre großen
Brüder.
- Der Prozessor sollte in der Tray-Variante gekauft werden.
D.h. dass der Prozessor keinerlei Zubehör mitbringt - also auch
keinen Lüfter. Dieser wäre nur in der Boxed-Variante mit
dabei. Wenn diese allerdings günstiger ist als ein Tray
Prozessor, ist die boxed Version natürlich auch kein Nachteil. Der CPU-Lüfter
sollte aber in jedem Fall gegen ein
leiseres Modell ausgetauscht werden.
- Der Arbeitsspeicher (RAM)
- Zuerst das einfachste: 1024MB sollten es schon sein. Ob
2048MB oder mehr nötig sind lässt sich nachträglich
über ein
einfaches Freewaretool namens RamMan testen. Ist der Arbeitsspeicher
ständig belegt, sollte man aufstocken! Zu viel RAM sorgt aber
neben höheren Kosten auch für geringere Geschwindigkeit!
- Zur Aufteilung: wenn man vier Speicherslots auf seinem
Mainboard hat, sollte man mit 2x 512MB beginnen und evtl. dann auf 4x
512MB aufstocken. Wem das nicht reicht, der muss zu 1024MB oder gar
2048MB Riegen greifen.
- Der Dual-Channel-Modus kann nur bei einer geraden Anzahl identischer Module genutzt werden!
- Folgende Zahlen machen Angaben zur Geschwindigkeit:
- Latenz: je kleiner die Zahlen sind, die hinter "CL" stehen, desto besser (z.B. CL2,5-3-3)
- Der Takt: je höher, desto besser (z.B. 400MHz)
- DDR/DDR2: neuer Boards und CPUs unterstützen den schnelleren DDR2, der auch höher Taktfrequenzen zulässt.
- Und jetzt noch ganz wichtig: Das Mainboard muss den
Speicher unterstützen - und hier kann man richtig viel falsch
machen! Das Mainboard muss
- die Speichergröße (pro Modul, Gesamt)
- die Latenz
- den Takt
- und (falls verwendet) DDR2-Speicher unterstützen.
- Das Audio-Interface (auch Audiokarte/Soundkarte)
- Es gibt zwei gundsätzliche
Möglichkeiten ein
Audio-Interface an den PC anzuschließen: Intern (per PCI oder
PCIe) oder
extern (per Firewire oder USB - wobei von USB abzuraten ist!). In
Zukunft wird sicherlich noch die eine oder andere Schnittstelle
dazukommen.
- Für PCI(e) gibt es die Möglichkeit
- einer einfachen PCI-Steckkarte mit entsprechenden Ein-/Ausgängen,
- einer Kombination aus PCI-Steckkarte und Breakout-Box, die miteinander über ein Datenkabel verbunden sind,
- bzw. über eine PCI-ADAT-Karte, an die über
optische Kabel so genannte "AD/DA-Wandler", bzw. ein Digitalmischpult
angeschlossen werden können.
- An einem Firewire-Eingang kann
- ein entsprechendes Firerwire-Interface,
- bzw. ebenfalls ein Digitalmischpult mit Firewire-Ausgang angeschlossen werden.
- Das Audio-Interface sollte eine möglichst geringe
Latenz mit sich bringen und in einer hohen Qualität von Analog
nach Digital wandeln (zum Abhören oder einbinden von
Hardware-Effekten ist natürlich auch die andere Richtung sehr
wichtig!).
- Es sollte mindestens eine Wortbreite von 16bit
(CD-Qualität) und eine Frequenz von 44,1kHz (ebenfalls
CD-Qualität) unterstützt werden.
- Die Grafikkarte
- Das wichtigste - sie sollte passiv gekühlt sein! Auch
Grafikkarten-Lüfter sind auf Grund ihrer geringen Größe echte
Krachmacher in einem PC!
- Außerdem sollte sie nur so leistungsstark wie
unbedingt nötig sein! Denn auch eine passiv gekühlte
Grafikkarte muss ihre Abwärme irgendwie loswerden. Je höher
also die Leistung ist, desto wärmer wird der Passivkühler
woraufhin die Gehäuselüfter stärker aufdrehen
müssen.
- Vielleicht ist eine reine Office-Karte ohne
3D-Chipsatz sinnvoll. Gute, wenn auch oft recht teure Modelle gibt es
hier z.B. von Matrox.
- Es ist in jedem Fall sinnvoll, dass die Grafikkarte
mindestens 2 Monitore unterstützt, da die beim Producing praktisch
ein Muss sind. (Ich nutze inzwischen 4 Monitore gleichzeitig. Selbst da
wird es immerwieder sehr eng! Aber ich möchte in keinem Fall
wieder zurück zu weniger Monitoren wechseln müssen!)
- Die Grafikkarte muss wie oben schon erwähnt auch
auf's Mainboard passen. Also sollte man die Schnittstelle (PCIe, AGP,
PCI) beachten.
- Die Festplatte(n)
- Die Platten sollten im 3,5"-Format sein (Standart bei Desktop-PCs). 2,5" wäre eine Notebook-Platte.
- Es ist sinnvoll mehrere Festplatten in den PC einzubauen.
Ideal wäre ein Raid0-Verbund. Dazu reduziert sich die Kapazität der
Festplatten (müssen aber paarweise gleichgroße Platten vorhanden sein) auf
die Hälfte, dafür arbeitet das System nach einem
Festplattenausfall einer Platte ohne Probleme weiter, da immer auf
je zwei Platten gearbeitet/gesichert wird.
- Die Platten sollten recht großzügig
gewählt sein, was die Kapazität angeht. Sonst ist da schnell
mal "das Maß voll". Zwei mal 500GB sollten es für einen
Raid0-Verbund schon sein! Besser ist sogar noch eine weitere Platte
für das Betriebssystem! (Mehr Platten sind zwar sehr schön -
leider wird dadurch der PC aber auch wieder lauter!)
- Ideal
sind im Moment Platten mit 7200rpm (Umdrehungen pro Minute). Es gibt
zwar schon schnellere Platten mit z.B. 10.000rpm, aber die sind im
Moment noch zu laut. Langsamer sollten sie aber auch nicht sein!
Interessant wird es, wenn die heutigen Fesplatten einmal durch
Flashspeicher ersetzt werden können. Auf diesen Tag warte ich
schon lange...
- Ganz entscheidend ist auch das Laufgeräusch der Festplatten.
- Die Laufwerke
- Ob ein Floppy(=Disketten)-Laufwerk noch nötig ist, ist Geschmackssache.
- Es sollte aber in jedem Fall ein
Multi-Standart-DVD-Brenner vorhanden sein, der am besten alles an CDs
und DVDs lesen und beschreiben kann. (Blue-Ray Disk ist im Moment normalerweise auch noch nicht nötig).
- Ganz entscheidend ist hier die Schreibqualität des
Brenners, wenn z.B. CDs für's Presswerk damit gebrannt werden
sollen.
- Die Lautstärke ist erstmal zweitrangig, da der
Brenner ja normalerweise weder bei der Aufnahme noch bei der
Nachbearbeitung zum Einsatz kommt - sondern erst, wenn alles vorbei ist.
- DSP-Karten
- Diverse Hersteller bieten PCI-Erweiterungskarten (gibt es
auch extern für Firewire) mit integrierten Audioeffekten und
eigenem Prozessor an.
- Mithilfe solcher Karten können hochwertige Effekte verwendet werden, ohne dass der Prozessor belastet wird.
- Der Nachteil solcher Karten ist, dass sich die Latenz des
Systems erhöht und die Leistungsreserven einer solchen
Erweiterungskarte recht beschränkt sind.
- Außerdem wird mit steigender Prozessorleistung zusätzliche DSP-Power zunehmend uninteressanter.
- Die Qualität der mitgelieferten Effekte ist aber in der Regel sehr gut.
- Lüfter, bzw. Kühlung
- Eine Wasserkühlung lohnt sich nur in den wenigsten
Fällen. Man sollte bedenken, dass auch eine
Wasserkühlung mindestens einen Lüfter braucht.
Außerdem ist sie sehr teuer.
- Wasserkühlung ist nur in einem System mit einer sehr
rechenstarken Grafikkarte, die nicht mehr passiv gekühlt werden
kann und/oder einem Prozessor mit sehr hoher Verlustleistung sinnvoll.
Das Netzteil sollte aus Sicherheitsgründen niemals passiv
gekühlt sein!
- Die Gehäuselüfter sollten mindestens
120x120x25mm groß sein - müssen sich aber in ihrer
Größe nach den Einbaumöglichkeiten im Gehäuse
richten.
- Falls noch nicht irgendwo (Mainboard, Netzteil)
integriert, oder nicht gut genug sollten für die
Gehäuselüfter günstige automatische
Lüftersteuerungen nachgerüstet werden.
- Der Prozessorlüfter sollte ebenfalls ein möglichst großer, langsam drehender Lüfter sein.
- Extrakühlung (aktiv, oder passiv) von Festplatten,
Arbeitsspeicher, ... ist normalerweise nicht notwendig, wenn das
Gehäuse gut genug durchlüftet ist.
II. Konkrete Marken/Artikel-Empfehlungen
...die gibt es in der Rubrik "Testberichte/Produkempfehlungen"
III. Bauanleitung
Wichtig: Vor dem anfassen von Hardware (z.B. Mainboard, Grafikkarte,
...) sollte man sich unbedingt erden um Defekte an den Geräten
vorzubeugen! Das kann entweder durch ein entsprechendes Erdungsarmband,
dass normalerweise in jedem Computer- oder Elektrofachhandel zu
erwerben ist oder durch regelmäßiges "an die Heizung fassen"
erreichen.
Als erstes sollte nun das ausgewählte Computergehäuse
vorbereitet werden. Das Gehäuse lässt sich normalerweise
durch das Herausdrehen zweier Schrauben auf der
Gehäuserückseite öffnen. Danach kann durch
kräftiges Drücken von Außen die Mainboard-Blende auf
der Rückseite entfernet werden. (Aber Vorsicht: Falls beim
Mainboard selbst keine solche Blende mitgeliefert wurde, sollte
festgestellt werden, ob sich die des Gehäuses nicht doch verwenden
lässt!)
Wer ein bereits gedämmtes Gehäuse mit
eingebautem Netzteil und Lüftern gekauft hat, hat es nun leicht.
Wer nicht, muss selbst Hand anlegen. Beginnen wir mit der Dämmung
des Gehäuses. Zu manchen Gehäusen gibt es bereits fertig
zugeschnittene Dämm-Kits. Falls nicht müssen die
Dämmplatten in der richtigen Größe zugeschnitten und
eingeklebt werden. Falls die Platten nicht selbstklebend sind, gibt es
hierfür Spezialkleber. Zu beachten ist, dass nachdem die
Dämmplatten eingebaut sind noch an allen Stellen genügend
Platz ist, um weitere Hardware (z.B. Netzteil, Mainboard, Laufwerke)
einzubauen. Außerdem sollten möglichst keine
Lüftungsschlitze u.ä. zugeklebt werden.
Nach der Dämmung würde ich als nächsten Schritt das
Gehäuse zum Einbau von Laufwerken vorbereiten. Falls 3,5"
Festplattenschächte ausgebaut werden sollen um größere
Einbauvorichtungen zum Entkoppeln der Festplatten zu installieren, ist
jetzt der geeignete Moment dafür gekommen. Danach sollten die
Frontblenden vor den Schächten in denen später "externe"
Laufwerke (DVD-Laufwerke, Floppy, Cardreader) entfertnt werden.
Jetzt ist das Netzteil an der Reihe. Um es vom Gehäuse zu
entkoppeln, können spezielle elastische Kunststoffränder
zwischen Netzteil und Gehäuse platziert werden. Das Netzteil wird
danach mit i.d.R vier Schrauben von der Gehäuse-Rückseite aus
angeschraubt. Alle Schrauben sollten fest sitzen, damit später
keine Vibration möglich ist. Wichtig: Das Netzteil sollte niemals
aufgeschraubt werden! Hier besteht Lebensgefahr und die Garantie
erlischt! Das Netzeil muss außerdem während der
Computerbau-Phase unbedingt vom Stromnetz getrennt sein!
Als nächster Schritt müssen die Gehäuselüfter
eingebaut werden. Sie können entweder direkt an die vorgesehenen
Plätze geschraubt werden, oder aber durch ensprechende
Gummihalterungen entkoppelt gelagert werden. Bei den Lüftern muss
die Windrichtung beachtet werden (ist normalerweise durch einen Pfeil
gekennzeichnet und sonst durch einfaches Pustern herauszubekommen).
Sinnvoll ist es die Lüfter an der Front in das Gehäuse hinein
blasen zu lassen und auf der Rückseite hinaus.
Als letzten Schritt am Gehäuse selbst müssen nun die
Abstandshalter zu Installation (falls nicht schon vorhanden)
eingeschraubt werden. Normalerweise befinden sie sich im Lieferumfang
entweder des Gehäuses oder aber des Mainboards. Sie sind einfach
in die dafür vorgesehenen Bohrungen an der Gehäusewand zu
schrauben.
Ist das Gehäuse soweit vorbereitet kommen wir zum Mainboard. Das
Mainbord sollte schon vor dem Einbau in das Gehäuse so weit wie
möglich bestückt werden. (Eines vorweg: Bitte niemals das
Mainboard direkt ohne Schaumstoffunterlage o.ä. auf den Tisch
legen!) Als erstes können z.B. die Speichermodule in die
entsprechenden Slots gesteckt werden. Hier kann man nicht viel falsch
machen: Die Verriegelungen auf beiden Seiten der Slots sind nach
außen zu klappen und die RAM-Module einzustecken. Es ist nicht
möglich sie falschherum einzubauen. Sind die Module eingesteckt,
können die Solts wieder verriegelt werden. Welche der Solts der
Reihe nach belegt werden sollten, bzw. den Dual-Channel-Modus
unterstützen ist dem Mainboard-Handbuch zu entnehmen.
Als nächstet muss die CPU vorbereitet werden. Sie ist
hauchdünn mit Wärmeleitpaste zu überziehen. Bei der Wahl
der Wärmeleitpaste sollte nicht gespart werden, denn sie
schützt die CPU vor dem Hitzetod. Zum Auftragen der
Wärmeleitpaste kann z.B. eine alte Telefonkarte oder etwas
ähnliches sehr nützlich sein. Die Paste muss an allen Stellen
der Prozessor-Oberseite gleichmäßig und bis an den Rand
aufgetragen sein. Danach kann die CPU auf das Mainboard gesetzt und der
CPU-Lüfter daruber befestig werden. Wie genau ist den
entsprechenden Handbüchern zu entnehmen. Wichtig ist aber, dass
zwischen CPU und Kühlkörper kein Luftspalt ist.
Ist alles soweit eingebaut kann das Mainboard auf die bereits in das
Gehäuse montierten Abstandshalter geschraubt werden. Es ist zu
beachten, dass die PCI und PCIe-Slots so liegen, dass sie in Richtung
der Gehäuse-Rückseite schauen.
Wenn das Mainbord eingebaut ist müssen die verschiedenen Laufwerke
in die dafür vorgesehenen Einschübe geschraubt werden. Falls
Festplatten in einem entsprechenden Einbaurahmen zur frei schwingenden
Lagerung eingebaut werden sollen, passen sie danach natürlich
nicht mehr in einen 3,4" Schacht, sondern müssen in einen
5,5"-Schacht gebaut werden!
Jetzt können noch die Steckkarten (Grafikkarte, Audio-Interface,
...) auf das Mainboard gesteckt und an der Rückseite des
Gehäuses angeschraubt werden und der PC ist beinahe fertig!
(Achtung: Um PCIe-Karten wieder vom Mainboard zu entfernen, müssen
sie erst entriegelt werden!)
Wenn alle zusätlzlichen Erweiterungskarten (Cardreader, weitere
USB-Steckplätze, ...) eingebaut sind, geht es an die Verkabelung.
Alle Laufwerke, sowie das Mainboard und gegebenenfalls die
Gehäuselüfter müssen mit den entsprechenden Steckern
verbunden werden. Genauere Informationen hierzu sind wieder den
Handbüchern von Mainboard und Netzteil zu entnehmen.
Danach sind alle Geräte mit den Mainboard zu verbinden: Die
verschiedenen Laufwerke entweder über IDE oder S-ATA (letzteres
ist vorzuziehen!). Falls als Schnittstelle IDE gewählt wurde ist
das richtige Setzen der sog. Jumper wichtig. Dazu bitte auch in den
Bedienungsanleitungen der Geräte nachlesen. Erweiterungskarten wie
der Cardreader werden normalerweise mit dem internen Multipin
USB-Anschluss auf dem Mainboard verbunden. Hier ist Vorsicht geboten!
Der Stecker lässt sich nämlich auch falsch herum aufstecken -
ist das passiert, wird das angeschlossene Gerät zerstört!
Hier bitte gründlich den Anweisungen im Mainboard-Hanbuch folgen!
Als letztes müssen noch die Lüfter (falls nicht teilweise
schon direkt mit dem Netzteil verbunden) mit dem Mainboard verbunden
werden. Hierzu gibt es für die einzelnen Lüfter (z.B.
CPU-FAN) Steckplätze auf dem Mainboard. Wo genau die sind, ist
wieder der Bedienungsanleitung zu entnehmen
So, jetzt nur noch den Computer schließen, das Netzteil mit der
Steckdose verbinden Monitor, Maus und Tasatur anschließen
und den Einschaltknopf drücken. Wenn alles funktioniert hat
springen jetzt die Lüfter an und am Bildschirm tut sich was. Da
natürlich noch kein Betriebssystem installiert ist wird kurz nach
dem Start eine Fehlermeldung kommen, dass keine Bootpartion gedunden
werden konnte, o.ä. Jetzt bitte die Windows- oder Linux-CD
einlegen und Strg + Alt + Entf auf der Tastatur drücken und den
kommenden Installationsanweisungen folgen.
Ist ein Betriebssystem installiert sollte der PC unbedingt auf Herz und
Nieren geprüft werden. Sehr gute Dienste leistet hier das
kostenlose Tool "SiSoft Sandra Lite" mit dem z.B. die Temperatur der
einzelnen Komponenten geprüft werden kann. Außerdem sollte
der Computer einem Ausführlichen Belastungstest, der ruhig ein
paar Stunden dauern darf, unterzogen werden. (Ich persönlich lasse
meine PCs immer einen ganzen Tag unter Vollast laufen und kontrolliere
dabei die Themperatur). Sehr gut hierfür ist der "Burn in" Test
von Sandra. Wie heiß die einzelnen Komponenten (v.a. Mainboard,
CPU und das Gehäuse allgemein) dabei werden dürfen ist am
besten bei den Herstellern zu erfragen bzw. im Internet ausfindig zu
machen. Ganz grobe Richtwerte für die ich weder Gewähr gebe
noch Aktuallität garantiere sind ca. 50-80°C für die CPU
etwas darunter für die Gehäuse-Temperatur. Ist das System zu
heiß muss an der Kühlung nachgebessert werden! Ist v.a. die
CPU-Temperatur zu hoch, ist wahrscheinlich die Wärmeleitpaste
nicht sauber aufgetragen, oder der CPU-Kühler sitzt nicht richtig.
In diesem Fall den PC bitte sofort wieder herunterfahren und
nachbessern! Aber vorher nicht vergessen den Computer wieder vom Strom
zu trennen!
IV. Auf Fehlersuche...
Hat nicht alles so geklappt, wie es sollte, ist auf Fehlersuche zu gehen. Hier ein paar Anregungen:
- Wenn beim Drücken des Einschaltknopfes garnichts passiert:
- Sind alle Stecker (richtig) gesteckt?
- Ist der Netzschalter am Netzteil eingeschaltet?
- Sind Netzteil und Mainboard in Ordung? (Gegebenenfalls vom Fachmann kontrollieren lassen)
- Sind per PS/2 angeschlossene Maus und Tastaur richtig
herum gesteckt (Ich habe schon erlebt, dass deswegen ein PC nicht
hochgefahren ist!)
- Es tut sich beim Einschalten irgendetwas (Lüfter surren,...) aber der Bildschirm bleibt schwarz:
- Ist der Bildschirm an den richtigen Monitorausgang der Grafikkarte angeschlossen? Gegebenenfalls mal umstecken!
- Hat der Monitor Strom, ist eingeschaltet und in Ordnung?
- Ist das Mainboard in Ordnung?
- Der PC startet anfangs wie gewöhnlich, kann Windows aber dann nicht installieren
- Falls die CD nicht erkannt wird:
- Ist im BIOS-Setup (s. Mainboard-Handbuch) das CD-ROM-Laufwerk auf "bootable" gestellt?
- Falls per IDE angeschlossen: Sind die Jumper richtig gesetzt und der richtige (primäre) IDE-Bus gewählt?
- Ist das CD-ROM-Laufwerk in Ordung?
- Liegt vielleicht eine DVD in einem Laufwerk, dass diese nicht unterstützt (CD-Laufwerk)?
- Falls sich während oder zu Beginn der Installation der PC aufhängt:
- Sind die Festplatten in Ordnung?
- Wird das System zu heiß?
- Windows-Installation war erfolgreich, aber PC schaltet sich ständig selbst aus
- Wird das System zu heiß?
- Ist das Mainboard in Ordung?
- Ist ein neues BIOS notwendig (BIOS-Update: s. Mainboard-Handbuch)
V. Windows XP optimal einrichten
Ja, ich weiß... Das leidige Thema Microsoft Windows. Am besten sollte man ein Apple OS oder gar Linux nutzen.
Nein! So lautet zwar die allgemeine Meinung, wie man sie in zweifelhaften Foren und ähnlichem liest, meine persönliche
Meinung sieht jedoch ganz anders aus: Ich bin bestimmt kein Microsoft-Fan und versuche diese Firma zu meiden,
wo es nur geht. Aber Windows XP ist inzwischen zum treuen Begleiter mit nicht mehr oder weniger Macken als z.B. Apple
OSX. Sowohl bei Apple als auch bei Linux gibt es immernoch (bei Apple weniger, bei Linux mehr) teils große Kompatibiltätsprobleme.
Viele Sequencer, PlugIns, ... unterstützen die beiden Betriebssysteme nicht (gut, auch andersherum gibt es Sequencer wie z.B. Logic,
die nur von Apple unterstützt werden!).
Wenn man sich Windows XP richtig konfiguriert, kann man damit sehr gut arbeiten. Von Windows Vista will ich aber dringend
abraten. In meinen Augen gibt es bei Vista im Vergleich zu XP keine einzige (!) sinnvolle Neuerung und nur optische Spielereien,
die beim arbeiten nur hinderlich sind und das System in die Knie zwingen, sowie sinnfreie Namensänderungen (z.B. heißt der
Arbeitsplatz plötlich "Mein Computer"), die am Anfang zu einem lustigen Ratespiel führen. Also Fazit: Finger weg von Vista!!!
Aber nun wollen wir loslegen unser Windows XP optimal zu konfigurieren.
Beginnen wir noch vor der Installation von Windows XP: Es empfielt sich Windows XP zweimal auf zwei verschiedenen Partitionen der Festplatte
(lassen sich während der Installation einrichten) zu installieren. Auf der ersten Partition (C:\) wird dann das "Standard-Windows" für Office
und Co. installiert, auf der zweiten Partition unser "Producing-Windows".
Ist die Installation des ersten Windows auf der Partition C:\ abgeschlossen bitte gleich folgenden Schritt durchführen: Im Startmenü auf
"Systemsteuerung" klicken -> Doppelklick auf "System" -> Reiter "Erweitert" auswählen -> im Feld "Starten und Wiederherstellen" auf "Einstellungen"
klicken -> auf "Bearbeiten" klicken. Die Textdatei "boot.ini" wird geöffnet. Darin befindet sich eine Zeile, die wie folgt aussehen könnte
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Professional" /fastdetect
Diese Zeile bitte wie folgt ändern:
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Professional (Standard)" /fastdetect
Nur so können später die beiden Windows-Installationen beim Booten des Computers unterschieden werden!
Gut, nun also die Textdatei speichern, alles beenden und ein zweites Mal Windows installieren - diesmal auf der Partition D:\. Ist das geschehen können wir mit der Konfiguration von Windows beginnen.
Als erstes sollten alle System-Treiber installiert werden und danach alle benötigten Programme - aber wichtig: es sollten wirklich nur die unbedingt
benötigten Programme installiert werden. Bildbearbeitungs- oder Officesoftware hat z.B. nichts im "Producing-Windows" verlohren. Auch das Service-Pack 2
sollte (sofern nicht schon im installierten Windows XP inbegriffen) vorerst nicht installiert werden. Es erspart uns z.B. das nervige Sicherheits-Center.
Falls später ein Treiber oder ein Programm SP2 voraussetzt, kann es immernoch nachinstalliert werden...
Wenn nun alles oben genannte installiert ist, geht es ans Eingemachte. Zuerst durchforsten wir Stück für Stück die Systemsteuerung. Es empfielt sich zur
klassischen Ansicht zu wechseln (siehe links im Fenster). Gehen wir also nun die einzelnen Kategorien durch. Ich habe im folgenden alle Kategorien in denen
Änderungen vorgenommen werden sollten aufgelistet:
- Anzeige: Reiter "Desktop" -> "Desktop anpassen" -> Häkchen vor "Desktopbereinigungs-Assisten alle 60 Tage ausführen" entfernen; Reiter "Bildschirmschoner" -> im Feld "Bildschirmschoner" "(Kein)" auswählen; Reiter "Darstellung" -> "Effekte" -> alle Häkchen entfernen;
Reiter"Einstellungen" -> gegenenenfalls die Bildschirmauflösung optimieren und weitere Monitore aktivieren, bzw. anordnen
- Energieoptionen: Reiter:"Energieschemas" -> Energieschema "Desktop" auswählen; "Monitor ausschalten", "Festplatten ausschalten", "Standby" auf "Nie"
stellen; Reiter "Ruhezustand" -> Ruhezustand deaktiviern
- Ordneroptionen: Reiter "Ansicht": Häkchen vor "Automatisch nach Netzwerkordnern und Druckern suchen" entfernen, Häkchen vor "Erweiterungen bei bekannten
Dateitypen ausblenden" entfernen, Häkchen vor "geschützte Systemdateien ausblenden" entfernen, Häkchen vor "Inhalten von Systemordnern anzeiten" setzen,
"Alle Dateien und Ordner anzeigen" auswählen
- Software: in der linken Spalte "Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen" auswählen, Nur vor "Netzwerkdienste", "Windows Media Player" und "Zubehör und
Dienstprogramme" das Häkchen lassen; alle anderen Häkchen entfernen; Danach "Weiter" und "Fertigstellen" klicken
- Sounds und Audiogeräte: Reiter "Sounds" -> Soundschema "Keine Sounds" auswählen; Reiter "Audio" -> möglichst nicht das Recording-Interface als
Standard-Soundkarte einstellen!
- System: Reiter "Hardware" -> "Treibersignierung" -> "Ignorieren - Software unabhänig von Zulassung installieren" auswählen -> "OK"; Reiter "Erweitert"
-> im Feld "Systemleistung" auf "Einstellungen" klicken -> Reiter "Visuelle Effekte" -> "Für optimale Leistung anpassen" auswählen; Reiter "Erweitert" ->
Speichernutzung für "Systemcache" auswählen -> "OK"; im Feld "Starten und Wiederherstellen" auf "Einstellungen" klicken -> "Bearbeiten" -> jetzt wie schon
einmal den Namen des zweiten Betriebssystems ändern (z.B. ein "(Producing)" anhängen); außerdem kann durch Austausch der beiden Zeilen die Reihenfolge, in
der die beiden Installationen beim Booten angezeigt werden geändert werden -> Speichern und Textdatei beenden; im Feld "Anzeigedauer der Betriebssystemliste"
kann die Dauer der Anzeige, der beiden Installationen während dem Bootvorgang, bevor das Standard-Windows hochgefahren wird, geändert werden; in der dritten
Zeile kann in der Klammer hinter "...partition" das Betriebssystem gewählt werden, das standardmäßig gestartet werden soll ("1" oder "2"); -> Textdatei
speichern und beenden; im Feld "Systemfehler" alle Häkchen entfernen; im Feld "Debuginformationen speichern" "(Keine)" auswählen -> "OK"; auf
"Fehlerberichterstattung" klicken -> "Fehlerberichterstattung deaktivieren" auswählen und Häkchen von "Aber bei kritischen Fehlern benachrichtigen" entfernen
-> "OK"; Reiter "Automatische Updates" -> Häkchen vor "Den Computer auf dem..." entfernen -> "Übernehmen" -> "OK"
- Taskleiste und Startmenü: Hier sind die Einstellungen Geschmackssache. Trotzdem ein paar Griffe, wie ich mir beides gerne einstelle: Reiter "Taskleiste"
-> Häkchen vor "ähnliche Elemente gruppieren" und "inaktive Symbole ausblenden" entfernen; Reiter "Startmenü" -> Startmenü "Anpassen" -> Reiter "Allgemein"
-> "Kleine Symbole" auswählen, "Anzahl der Programme im Startmenü" auf 10 setzen, Häkchen vor "Internet" und "E-Mail" entfernen; Reiter "Erweitert" ->
Häkchen vor "Zuletzt installierte Programme hervorheben" und "Zuletzt verwendete Dokumente auflisten" entfernen; im Menü "Startmenüelemente" -> Häkchen vor
"Menü "Favoriten"" entfernen -> "OK" -> "Übernehmen" -> "OK"
So, verlassen wir nun die Systemsteuerung und öffnen das Startmenü. Auf "Ausführen" klicken und "msconfig" eingeben. Das sich nun öffnende Menü ist
mit Vorsicht zu genießen, weil es sehr tiefe Eingriffe ins System erlaubt. Folgende Einstellungen können aber bedenkenlos ausgeführt werden:
- Reiter "Dienste": Hier können Dienste, die im Hintergrund laufen deaktiviert werden. Aber Vorsicht - nichst deaktiviern von dem man nicht mit absoluter
Sicherheit weiß, was es ist! Folgdende Dienste können, bzw. sollten aber durch entfernen des Häkchens deaktiviert werden: "Fehlerberichterstattungsdienst",
"Automatische Updates" und falls Service Pack 2 installiert wurde kann hier auch das nervige "Sicherheitscenter" deaktiviert werden.
- Reiter "Systemstart": Hier können Programme, die beim Systemstart automatisch mitstarten deaktiviert werden. Auch hier gilt: Nichts deaktivieren, von
dem man nicht genau weiß, dass man das darf! Was aber wieder in jedem Fall deaktiviert werden sollte sind alle sog. "Systemstartelemente", die irgendwas mit
einem der folgenden Programme zu tun haben: "Ahead Nero", "Winamp", "Adobe Reader" und jeder Art von Office (OpenOffice, MS Office, ...) Außerdem sei an
dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, dass z.B. Officeprogramme sowieso nichts im "Producing-Windows" zu suchen haben!
Also dann wieder auf "Übernehmen" und danach "Schließen" klicken.
Jetzt sind wir endlich bei einem Stand angekommen, mit dem sich sehr anständig arbeiten lässt. Klar kann jetzt jeder noch ein bisschen am
persönlichen Feinschliff arbeiten, aber auf optischen Schnickschnack, sowie Windowssounds sollte auf jeden Fall verzichtet werden!
In diesem Sinne wünsche ich jetzt allen viel Spaß und Erfolg beim Arbeiten mit ihrem frisch konfigurierten Windows :-)
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